CD bestellen?

Auch Veganer
verwelken


Die Vernunft ist nicht aufzuhalten. Ein Leben ohne Fleisch heißt Zukunft, Vitalität, Gesundheit, Sex, Frauen, Geld. Da will jeder hin, keine Frage. Also raspeln, schälen, hacken und jedes Blatt einzeln veredeln.

 

Aber wirklich ohne? Also ... ganz ohne?

 

Allein, dass man sich immer rechtfertigen muss, warum man kein Fleisch mehr isst. Weil einem Tiere leid tun? Ach ja? Und Pflanzen tun dir nicht leid? Auch Bäume wollen leben und du wohnst in Holzmöbeln?

 

Und mal ganz ehrlich: Alle wirklich gefährlichen Lebensmittel sind voll aus Pflanze! Heroin, Kokain. Und Wodka wird nur selten aus Rindfleisch gekeltert.

 

Ist die Metamorphose, in die das Rind sich schickt – in dem es Grass frisst und als Lende endet – nicht Ausdruck religiöser Wandlung? Versündigt man sich nicht wider die Schöpfung, wenn man die Wurst verschmäht?

 

Ist denn ein Veganer in der CSU überhaupt denkbar? Und wenn, darf man ihn noch zur Kommunion lassen?

 

Kurzum: Ist denn ein pures Blätterfresser-Leben überhaupt noch lebenswert?

 

Diesen und anderen drängenden Fragen, die sonst keiner stellt, widmet sich Holger Paetz.

 

"Es ist ein Trommelfeuer, das Publikum schwankt zwischen lauthals Lachen und erschrocken Innehalten. Gelacht wird über die köstlich gespielten Alltagsszenen, die Diskussionen zwischen Vegetariern und jenen, die Fleisch verzehren. Da meint man, die Metzgersfrau zu hören, als Paetz im Laden bekennt, kein Fleisch mehr zu essen: „Sie ham schon mal besser ausg’schaut ...“ Das i-Tüpfelchen sind seine Lieder, dargeboten zum Mini-Keyboard. Riesenapplaus am Ende für einen, der ein weites Feld so scharfsinnig und bunt beackert hat." (Donaukurier, Februar 2016)

Pressematerial
zu „Auch Veganer
verwelken“